Nachricht
Katastrophen: Zerstörte Umwelt - höheres Risiko?
Bündnis Entwicklung Hilft präsentiert WeltRisikoBericht 2012
Wenn Korallenriffe zerstört, Mangrovenwälder abgeholzt und Flussläufe begradigt werden, ist nicht allein das jeweilige Ökosystem gefährdet. Auch Menschenleben sind bedroht. Denn Umweltzerstörungen erhöhen das Risiko, Opfer einer Katastrophe infolge eines extremen Naturereignisses zu werden: Wo schützende Riffe, Mangroven und Feuchtgebiete fehlen, treffen Naturgewalten mit ungleich größerer Wucht auf die bewohnten Gebiete. Den wechselseitigen Zusammenhang von Umweltzerstörung und Katastrophenrisiko beleuchtet der WeltRisikoBericht 2012 des Bündnis Entwicklung Hilft in seinem Schwerpunktkapitel.
Daneben enthält der Bericht den WeltRisikoIndex, den das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen, Bonn, in Kooperation mit dem Bündnis Entwicklung Hilft erarbeitet hat. Der Index berechnet für 173 Länder weltweit das Risiko, Opfer einer Katastrophe als Folge eines Naturereignisses zu werden. Dieses Risiko wird durch das Ausmaß bestimmt, in dem Gesellschaften Naturgefahren wie Dürren, Stürmen oder Erdbeben ausgesetzt sind und durch den Grad ihrer Verwundbarkeit. Letztere hängt von gesellschaftlichen Faktoren ab wie der jeweiligen Ernährungssituation, der öffentlichen Infrastruktur, der medizinischen Versorgung, der Regierungsführung, dem Bildungsniveau und dem Zustand der Umwelt.
Die Fachtagung am 12. September 2012 zur Vorstellung des Berichts wird vom Bündnis Entwicklung Hilft in Zusammenarbeit mit der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen veranstaltet. Ausgewiesene Expertinnen und Experten diskutieren, inwieweit die wissenschaftlichen Ergebnisse auf die konkreten Fragen in der Entwicklungs- und Umweltpolitik oder dem Risikomanagement vor Ort Anwendung finden können.
Weitere Informationen:
www.weltrisikobericht.de
PROGRAMM
Mittwoch, 12.09.2012, Deutsche Welle
Pressegespräch
10:00 – 11:00 Pressegespräch
- Eberhard Neugebohrn, Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen (Moderation)
- Peter Mucke, Bündnis Entwicklung Hilft
- PD Dr. Jörn Birkmann, United Nations University Bonn
- Dr. Michael W. Beck, The Nature Conservancy
Fachtagung
13:30 – 13:45 Eröffnung/ Begrüßung
- Dr. h.c. Alfred Buß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen
- Thomas Gebauer, Präsident des Bündnis Entwicklung Hilft
13:45 – 14:30 Vorstellung des WeltRisikoBericht 2012
Wie aus Naturgefahren Katastrophenrisiken werden
- Peter Mucke, Geschäftsführer des Bündnis Entwicklung Hilft
Sind Katastrophenrisiken berechenbar?
- PD Dr. Jörn Birkmann, Leiter der Abteilung Vulnerability Assessment, Risk Management & Adaptive Planning, United Nations University Bonn
Wie Umweltzerstörung zum Risikotreiber wird
- Dr. Michael W. Beck, Wissenschaftlicher Leiter 'Global Marine Team', The Nature Conservancy
- Moderation Thomas Gebauer
14:30 – 15:00 Plenum: Rückfragen und Klärungen
- Moderation Thomas Gebauer
15:00 – 15:30 Kaffeepause
15:30 – 16:30 Podiumsdiskussion „Katastrophen: Zerstörte Umwelt – höheres Risiko?“
- Jens Martens, Direktor Global Policy Forum Europe
- Gerda Meuer, Direktorin Deutsche Welle Akademie
- Dr. Hans-Joachim Preuß, Vorstandsmitglied der GIZ
- Moderation Mirjam Gehrke, Deutsche Welle
16:30 – 17:30 Diskussion im Plenum
- Moderation Mirjam Gehrke
17:30 Schlusswort
- Eberhard Neugebohrn
Ausklang bei einem kleinen Umtrunk
